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Nachlese: 40 Years after – unter dem Motto „Bildungskleber – Bildung verbindet“

Samstag, 20. Juni 2026 – ein ganz heißer Tag in und für Rheinbach! Unser Ziel war es, das Jubiläum – 40 Jahre Abitur am Vinzenz-Pallotti-Kolleg - mit gesellschaftlicher Verantwortung zu verbinden und auf ein Thema aufmerksam zu machen, das für die Zukunft Deutschlands zentral ist. Gute Bildung schafft Chancen, stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist eine wesentliche Grundlage für Demokratie und wirtschaftlichen Erfolg.

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Sogar der General-Anzeiger berichtete in seiner Ausgabe vom 22.06.2026, dass die ehemaligen Schüler des Vinzenz-Pallotti-Kollegs bei der Demo anlässlich ihres 40-jährigen Abiturjubiläums lautstark auf ihre Resolution für mehr Chancengleichheit unter dem Titel „Bildungskleber“ aufmerksam gemacht haben. Dabei wurde unter anderem auf die schlechten Platzierungen in internationalen Leistungsvergleichen, ein aus unserer Sicht ungerechtes Schulsystem sowie auf die vielen Schülerinnen und Schüler hingewiesen, die jedes Jahr die Schule ohne Abschluss verlassen. Wir brachten es auf den Punkt: „Bildung ist der Kleber, der die Gesellschaft zusammenhält.“

Leider blieb die Resonanz insgesamt hinter unseren Erwartungen zurück. Besonders enttäuschend war die geringe Beteiligung der Schulen. Lediglich Konrad Limbach, Schülersprecher des St. Joseph Gymnasiums, war unserer Einladung gefolgt und hielt eine exzellente Rede. Immerhin sorgte die Polizei durch die Sperrung der Hauptstraße dafür, dass unsere Banner mit dem Ruf „BILDUNG FÜR ALLE!“ gut sichtbar im öffentlichen Raum präsentiert werden konnten.

Reaktion der Schulen? Rückmeldung? Leider Fehlanzeige.

Sowohl die Gemeinschaftsgrundschule als auch die Gesamtschule begründeten ihre ablehnende Haltung mit dem sogenannten Neutralitätsgebot. Öffentliche Schulen dürften demnach weder über Demonstrationen informieren noch unsere Resolution unterstützen oder kommunizieren.

Diese Argumentation überzeugt allerdings nur bedingt. Staatliche Neutralität bedeutet nicht politische Sprachlosigkeit. Schulen sind nicht nur zur parteipolitischen Neutralität verpflichtet, sondern ebenso dem Bildungs- und Erziehungsauftrag des Grundgesetzes verpflichtet. Demokratie, Menschenwürde und gesellschaftliche Verantwortung gehören ausdrücklich dazu. Unsere Initiative richtete sich weder gegen noch für eine Partei, sondern ausschließlich für eine stärkere Priorisierung von Bildung. Bis heute haben wir darauf keine weitere Rückmeldung erhalten. Was dieser Umgang langfristig für politische Bildung an Schulen bedeutet, mag man sich kaum ausmalen.

Auch aus der Politik blieb die Resonanz überschaubar. Eine ausführlichere Rückmeldung erhielten wir lediglich vom Bundestagsabgeordneten Norbert Röttgen (CDU), der unser Anliegen ausdrücklich unterstützte und auf bestehende Bundesinvestitionen in Bildungsinfrastruktur sowie die Förderung von Hochschulen verwies. Unabhängig von der inhaltlichen Bewertung war dies eine sachliche und respektvolle Rückmeldung – immerhin ein kleiner Erfolg.

Unsere Resolution konnte jedoch insgesamt nicht den erhofften Zuspruch erreichen. Die angestrebte Marke von 100 Unterstützerinnen und Unterstützern wurde knapp verfehlt, weshalb die Petition inzwischen wieder offline ist.

Aber wir hatten noch einen zweiten Pfeil im Köcher:

Der Besuch der inzwischen profanierten Pallotti-Kirche, die derzeit als Lager von Rheinbach hilft e.V. genutzt wird. Alfred Eich schilderte eindrücklich, wie die Hilfsgüter von dort durch ehrenamtliche Helfer nach Charkiw in der Ukraine gebracht werden, wo sie dringend benötigt werden. Ein Vortrag, der definitiv berührt und offenbar auch Herzen und Portemonnaies geöffnet hat. Danke für diesen emotionalen Moment!

Und dann wurde es traditionell:

Den Nachmittag verbrachten wir – wie so oft in unseren (Frei-)Stunden – im Café am Voigtstor. Dort erfuhren wir, dass es zum Monatsende schließen wird. Einerseits waren wir froh, es noch rechtzeitig geschafft zu haben, dieser Institution unseres „Bildungslebens“ einen letzten Besuch abzustatten. Andererseits macht es natürlich traurig, dass kommende Generationen nicht mehr erleben werden, was es heißt, dort Geld zu „verprassen“, die erste Freundin auf einen Hefezopf einzuladen oder Hausaufgaben im Warmen und Trockenen abzuschreiben. Nach und nach stießen immer mehr Jubilare dazu – es war einfach großartig, sich nach so vielen Jahren wiederzusehen.

Wo geht man in Rheinbach bei Sonne und großer Hitze am besten in den entspannten Teil des Tages über? Natürlich in den Stadtpark gegenüber dem Lyz. Coole Leute, coole Drinks, entspannte Stimmung – und die neugierigen Blicke der Passanten prallen an unserer guten Laune ab.

Den Abend verbrachten wir schließlich in der Kneipe Em Hamächer in der Hauptstraße. Es war heiß, und der Durst entsprechend groß – sehr groß. Das Teilnehmerfeld wechselte erneut, es wurden Updates ausgetauscht, und nebenbei konnten wir den Anfang vom Ende der deutschen Männer-Fußballnationalmannschaft bei der WM „live“ mitverfolgen. Es zogen Autocorsos durch die Stadt – fast wie in den 90ern.

Fazit:

Ein gelungenes Jubiläum, kombiniert mit gesellschaftlichem Engagement. Wir freuen uns auf das nächste! Vielen Dank an alle, die dabei waren. Es war schön, sich nach so vielen Jahren wiederzusehen und gleichzeitig gemeinsam ein Zeichen für bessere Bildung in Deutschland zu setzen. Hier einige Eindrücke der Teilnehmer (Fotos: Jahrgang 1986):

 



Hier unsere Einladung:

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40 YEARS AFTER - ABI EISKALT 1986
Am 20. Juni 2026 trifft sich der Abiturjahrgang 1986 des Vinzenz-Pallotti-Kollegs in Rheinbach, um in alten Zeiten zu schwelgen. Natürlich offen für jeden, der mit uns noch was anfangen kann. Folgendes Programm steht an:

14:00 bis 16:00 Uhr - Café am Voigtstor
Auf die Freistunden: Hefezopf und Kakao

Ab 19 Uhr - Em Hamächer, Hauptstraße
Prost und hoch die Tassen - 40 Years After!

Hier noch ein paar Bilder aus den vergangenen Tagen... (Fotos: Jahrgang 1986)


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