
Von Zeit zu Zeit haben wir noch ein Auge auf das, was die Pallottiner in Rheinbach zurückgelassen haben. Denn viele Anfragen über das Jahr zeigen, dass diese verlassenen Gebäude immer noch Interesse finden bei denen, die sie einmal belebt haben. Wo bis vor einigen Jahren unsere Schule stand, leben nun Menschen in neu erbauten Häusern. Das frühere Internatsgelände ist weiterhin Ödland. Leider ist das "Kapellchen" auch auf Anfrage schon länger nicht mehr zugänglich gemacht worden und in einem entsprechenden Zustand; zuletzt wurden die schönen bleiverglasten Fenster mit Holzbrettern verbarrikadiert. Die Treppe auf den Kapellchenhügel wächst langsam zu - nur die Pieta von P. Ludwig hält noch Wache, und sie selbst wird nach wie vor auch bewacht.
Unlängst konnten wir noch einen allerletzten Blick in die Aula werfen und die schönen Glasfenster bewundern. Die Empore zur Kirche war schon länger zugemauert und damit nicht mehr begehbar. Der Verbindungsbau (Zimmer der Pallottiner, Refektorium, Rektorat etc.) zwischen der Kirche und dem denkmalgeschützten Altbau sowie die Speisesäle sind bereits verschwunden. Die riesige Baugrube an dieser Stelle wird eine Tiefgarage für die Mietwohnungen aufnehmen, die an dem frei werdenden Platz entstehen sollen. So viel lässt sich - ganz prosaisch und kompakt - zum Stand der Dinge sagen.
Aber! Das eindrucksvolle Pallotti-Holzrelief von Peter Klein (in der Pallottikirche zwischen Orgel und Altarraum angebracht) hat ganz in der Nähe eine neue Heimat gefunden: Eindrucksvoll ziert es nun die Taufkapelle in der Stadtkirche St. Martin, Rheinbach. Dort wird es es auch eine Info-Tafel geben, die an das Wirken der Pallottiner in Rheinbach und an das Leben im "Pallotti-Dorf" erinnert.
Hier einige Eindrücke aus diesem Frühjahr - und Foto-Updates von Marcus Knopp und Frank Peters. Danke!















